Wing Jun Center Sifu Viktor Scheifele

 

 

Wa ist Wing Jun?

Wing Jun ist die jüngste und zuletzt entstandene traditionelle chinesische Kampfkunst. Daher ist sie auch die am weitesten entwickelte von allen. Bemerkbar wird es wenn man sich die Struktur des Wing Jun ansieht. Jegliche Bewegungen, die Kraft, Akrobatik oder viel Platz benötigen wurden weggelassen. Stattdessen entwickelte man ein System, welches der Logik und den Naturelementen folgt. Es musste auch für jedermann schnell erlernbar sein und selbst im hohen Alter und vor allem von einer Frau erfolgreich anwendbar sein.

Die Effizienz und die direkte Art des Wing Jun lässt keine Notwendigkeit zur Verbesserung zu, da es ganz einfach an alle Situationen und Stile angepasst werden kann, sodass ein Verlieren nur lediglich in der Schuld des Anwenders zu suchen ist.

Die Grundidee des Wing Jun lässt sich insgesamt in fünf Elemente beschreiben:
Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall.

Jedes Element beschreibt die Art und Weise wie der Stil ausgeführt wird. Erde ist ein Element das für die Distanz und die Kontrolle steht.  Feuer hingegen  steht für Explosivität und Überraschung. Ein Element besiegt das andere, zusammen ergeben sie das System.

Wing Jun wird mit allen Teilen des Körpers ausgeführt, sogar mit dem Körper selbst. Wobei die Tritte aus Gründen der Effizient niemals über der Hüfte ausgeführt werde. Die Essenz des Wing Jun ist die zweifache bzw. dreifache Gleichzeitigkeit.  Abwehr und der Konter werden gleichzeitig ausgeführt, frei nach dem Motto “Die beste Verteidigung ist der Angriff“.

Die Techniken und Theorien sind in sechs Formen verankert. Damit sind drei sogenannte gegenstandslose Formen, die Holzpuppenform und die zwei Waffenformen gemeint:

 

· Siu Lim Tao:   heißt so viel wie “Kleine Idee Form“. Der Name kommt vom Aufbau der Form. In ihr ist die gesamte Basis des Wing Jun enthalten.

· Chum Kiu:   heißt  “Brückenarme“.  Chum Kiu steht für Verteidigung, Ausrichtung.
Eine Brücke wird im Alltag dazu verwendet das Überqueren einer bestimmten Distanz möglich zu machen. Im Kampf ist das nicht anders. Um den Gegner unter Kontorolle zu bringen bzw. um den Kampf zu gewinnen, muss man die Distanz zum Gegner “überbrücken“.

· Biu Jee:   oder  “Stoßende Finger“. Der Name kommt von einer in der Form vorkommenden Bewegung namens Biu - Sao. Diese Bewegung  charakterisiert den Sinn dieser Form, nämlich den Angriff bzw. um sich aus Notsituationen zu befreien.

 
· Muk Yan Chong: die “Holzpuppentechnik“. Wie der Name schon sagt, wird die Form an einer sogenannten Puppe aus Holz trainiert. In der Holzpuppenform sind die Basen aller vorhergehenden Formen enthalten, um sie miteinander zu verknüpfen. Das ist die höchste Stufe des waffenlosen Wing Jun.  
· Luk Dim Boon Kwun: die “Sechs ein halb Punkt Langstock Techniken“. Dieser Name kommt von dem Aufbau der Form. Der siebte Stich hinterlässt als Abdruck nur einen halben Punkt. Ursprünglich kommt der Langstock aus dem Hung Gar und wurde an die Prinzipien des Wing Jun angepasst um es noch effektiver zu machen.  
· Baat Jam Do: sind die “Acht Wege der Messer“. Die Doppelmesser-Techniken sind die höchste Stufe im heutigen Wing Jun.

 

Als Herz des Wing Jun wird das Chi Sao:klebende Arme“  bezeichnet. Im Chi Sao werden taktile Reflexe, Haltung und Koordination geschult. Hier werden die Techniken erstmals in Kombination und in ihrer Funktion geübt, sodass sie im Kampf umgesetzt werden können.

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